Ernährung und Gesundheit
Genussvoll und gesund, so ist die Ernährung der Zukunft: Frische Zutaten, viele pflanzliche und wenig tierische Proteine gepaart mit Freude am Essen – das trägt dazu bei, unsere natürlichen Ressourcen zu schonen. Zugleich verringert eine solche Ernährung das Auftreten von Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs. Die folgende Übersicht zeigt verschiedene Möglichkeiten auf, wie sich die Ernährung der Zukunft im Alltag leicht und geschmackvoll umsetzen lässt.
Bewusst einkaufen, besser geniessen

Foto: Dominique Meienberg. Einkauf auf dem Bürkliplatz-Wochenmarkt.
Frische, regionale Lebensmittel, möglichst direkt von den Produzent:innen, das gibt es auf den Wochenmärkten, die regelmässig in Stadt und Land zu finden sind. Viele Standbetreiber:innen verkaufen Lebensmittel aus Eigenanbau und ergänzen ihr Sortiment bei Bedarf mit Ware aus dem Grosshandel.
Tipp: Saisonale Produkte sind nicht nur besonders frisch, schmackhaft und länger haltbar, sondern werden in der Regel auch klimafreundlicher hergestellt.

Foto: POT Netzwerk
Lebensmittelkooperativen sind ebenfalls ein guter Weg, um Esswaren möglichst direkt von Produzent:innen zu beziehen. Bei dieser Organisationsform baut das Kernteam eines (meistens genossenschaftlich organisierten) Landwirtschaftsbetriebs Lebensmittel an. Die Mitglieder:innen helfen regelmässig als Freiwillige auf dem Hof mit und beziehen dafür frische und günstige Produkte.
Gut zu wissen: Ein weiteres Modell sind Sammelbestellungen, welche durch einen Verein oder eine Genossenschaft direkt bei den Produzent:innen getätigt werden. Die Kund:innen bestellen im Voraus und holen die frischen Produkte beim Sammelpunkt ab.
Wer bewusst einkaufen möchte, fragt sich nicht nur "Wo kaufe ich ein?", sondern auch "Was kaufe ich ein?".
Diese Angebote helfen dabei, gute Entscheidungen zu treffen:
Saisonkalender von Slow Food Youth: Er zeigt auf, wann welches Schweizer Gemüse Saison hat.
Labelinfo: Erklärt, welche Standards hinter welchem Logo stecken.
Ratgeber vom WWF: Er hilft für verantwortungsvollen Fischeinkauf.
Tipps der Stadt Zürich: Mit diesen Tipps lässt sich im Alltag auf einfache Art und Weise viel erreichen. Gut für mich und unseren Planeten.
Grundsätzlich gilt: Eine ausgewogene und pflanzenbasierte Ernährung ist gesund für den Menschen und schont auch Umwelt und Klima.
Food Waste vermeiden

Weniger Lebensmittel zu verschwenden, gehört zu den wirksamsten Massnahmen für ein nachhaltiges Ernährungssystem. Dies gilt für die gesamte Wertschöpfungskette vom Anbau bis zum Verzehr.
Erfahre hier mehr zum Food-Save im eigenen Haushalt und lass dich inspirieren:
Viele Lebensmittel werden weggeworfen, obwohl sie noch geniessbar wären. Foodwaste.ch zeigt die Haltbarkeit von Lebensmitteln. Ebenfalls gibt die Seite hilfreiche Tipps, wie der Kühlschrank ideal eingeräumt wird, um weniger Lebensmittel zu verschwenden.
Der Leitfaden von Agroscope enthält ebenfalls viele praktische Anregungen, wie im Alltag Food Waste vermieden werden kann.
Die öffentlichen Kühlschränke von Madame Frigo sind ein niederschwelliges Mittel, um überschüssige Lebensmittel mit anderen zu teilen.
Über foodsharing.ch können überschüssige Lebensmittel kostenlos angeboten oder abgeholt werden. Und wer sich als Freiwillige:r engagieren möchte, kann bei Grossabholungen bei Händler:innen mithelfen.
Entdecken. Mitmachen. Geniessen.
Gutes Essen tut gut – und inspiriert. Im Kanton Zürich laden vielfältige Veranstaltungen dazu ein, Ernährung und Gesundheit neu zu entdecken.
Alle Events zu Ernährung & GesundheitFoto: Olimpia Davies / Unsplash
Die Stadt Zürich: Themenpartnerin Ernährung und Gesundheit
Als Partnerin der Genussregion im Themenbereich Ernährung und Gesundheit möchte die Stadt Zürich dazu beitragen, Akteur:innen eine Plattform zu bieten, die für die nachhaltige Ernährungszukunft einstehen und diese mit einer breiten Öffentlichkeit in Kontakt zu bringen.
In der Stadt Zürich gibt es seit 2019 eine Ernährungsstrategie, die viele konkrete Massnahmen enthält. Mit deren Umsetzung setzt sich Zürich für eine Ernährung ein, die für Mensch und Planet gut und dabei genussvoll sowie alltagstauglich ist.
Diese städtische Strategie ist im Themenfeld Ernährungspolitik angesiedelt. Dieses hat sich in den letzten Jahren als bedeutendes Politikfeld etabliert. Ein zentrales Merkmal der Ernährungspolitik ist die ganzheitliche Betrachtung der Wertschöpfungskette: von der Produktion über die Verarbeitung bis hin zum Konsum von Lebensmitteln. Städte haben erkannt, dass sie durch aktive Gestaltung ihrer Ernährungssysteme entscheidend zur Erreichung von Nachhaltigkeits- und Klimazielen beitragen können. In den vergangenen zehn Jahren wurde die Ernährungspolitik daher in vielen kommunalen Agenden verankert – auch in der Stadt Zürich.